Bürgermeisterkandidat Gerald Helfrich: Antworten auf die Probleme der Bevölkerungsentwicklung

Der demografische Wandel macht auch vor der Gemeinde Gründau nicht Halt. Im Laufe eines Jahres versterben mehr Menschen als Kinder geboren werden. Seit vielen Jahren stagniert deshalb die Zahl der Einwohner. Selbst die in den Neubaugebieten entstandenen Wohnungen und die damit zum Teil verbundenen Zuzüge insbesondere junger Familien lassen die Einwohnerzahl nicht steigen.

Auf diese Problematik weist der parteiunabhängige Bürgermeisterkandidat Gerald Helfrich hin. Gerade auf den unterschiedlichen Gebieten der sozialen Sicherung entstünden heute in ihrem Ausmaß noch nicht konkret einzuschätzende Probleme. Wenn diese Entwicklung anhalte, so Helfrich, seien letztlich Leistungskürzungen unausweichlich.

Bisher hätte die „große Politik“ allerdings noch nicht überzeugende Vorschläge unterbreitet. Die Gesellschaft werde zwar immer wieder auf diese unweigerlichen Veränderungen hingewiesen, alleine es fehlten konsensfähige Konzepte.

Das jetzt schon über Jahrzehnte andauernde Ungleichgewicht zwischen Sterbefällen und Geburten könne für die nächste Generation nicht mehr ins Lot gebracht werden.

Helfrich: „Die Städte und Gemeinden müssen deshalb im Rahmen ihrer auf diesem Gebiet sehr eingeschränkten Möglichkeiten dennoch flankierend wirken. Schwerpunkt ist nach meiner Auffassung dabei, insbesondere für junge Familien beste Rahmenbedingungen zu schaffen. Vor allem die zeitgemäße Kinderbetreuung muss weiter ausgebaut werden. Wenngleich Gründau auf diesem Gebiet bereits seit vielen Jahren hervorragende –und bei den Eltern auch anerkannte und geschätzte- Leistungen erbringt, ist ein Hauptaugenmerk auf die zeitlichen Angebote in den Kindertagesstätten zu legen. Sehr oft passen die Arbeitszeiten der Mütter nicht mit den Öffnungszeiten der Betreuungseinrichtungen überein. Gerade in Randzeiten, also frühmorgens und am Nachmittag, sind Angebote vorzuhalten, um letztlich „Familie und Beruf“ unter einen Hut zu bringen.

Im Falle meiner Wahl zum Bürgermeister will ich mich verstärkt diesem Themenbereich annehmen. Auch die Aus- und Fortbildung der Erziehungskräfte, auf die in Gründau schon seither besonderer Schwerpunkt gelegt wurde, ist noch weiter zu intensivieren. Das Zusammenwirken von Kindergärten und Grundschulen ist zu fördern. Die Erweiterung der Ganztagsplätze ist dem Bedarf entsprechend anzupassen.“

Bei allem müssten, so Gerald Helfrich, die finanziellen Lasten für die Eltern in Form der Kindergartenbeiträge erträglich bleiben. Dies sei aber nur möglich, wenn der Gemeindehaushalt solide und geordnet geführt werde.

Weiter seien gerade für junge Familien attraktive Grundstücke zur Realisierung des „Traums von den eigenen vier Wänden“ vorzuhalten. Auch hier möchte ich der Kommunalpolitik gangbare Vorschläge unterbreiten.

„Insgesamt sei der weitere Ausbau der kommunalen Infrastruktur mit wohnortnahen Arbeitsplätzen, guten Einkaufsmöglichkeiten und dem Erhalt einer intakten Umwelt von größter Bedeutung für das Wohlfühlen in Gründau,“ stellte Gerald Helfrich abschließend fest.