Schlanke Verwaltung im Gründauer Rathaus sichern

Gerald Helfrich sieht sich als „erfahrener Teil des Rathausteams“

„Ich will die sprichwörtliche schlanke Verwaltung im Gründauer Rathaus sichern,“ verspricht der unabhängige Bürgermeisterkandidat Gerald Helfrich. Sie sei einer der wichtigsten Grundlagen für die beispielhaft niedrigen Steuer- und Gebührensätze in Gründau, meint Helfrich weiter. Über Jahrzehnte hinweg habe er mit seinen Kolleginnen und Kollegen im Rathaus engagiert und sachkundig die Verwaltungsaufgaben erfüllt. „ Wir alle haben unseren Dienst mit großem Engagement und deshalb sehr erfolgreich versehen. Als Bürgermeister will ich dafür sorgen, dass das Miteinander und Verantwortungsbewusstsein jedes Mitarbeiters gefördert und gestärkt wird. Als jetziger und erfahrener Teil dieses Teams bringe ich dazu beste Voraussetzungen mit.“

Als Beweis für diese Verwaltungserfolge verweist Gerald Helfrich auf zwei Untersuchungen des Landesrechnungshofes. Für die Jahre 2002 und 2008 hatte dieser die Personalkosten der Verwaltungsmitarbeiter gleich großer hessischer Gemeinden miteinander verglichen. Das Gründauer Rathaus erreichte dabei immer einen einsamen Spitzenplatz. Gemessen an dem Durchschnitt der anderen Gemeinden kam die Gründauer Verwaltung mit fast 14 Mitarbeitern weniger aus, was dem Gemeindehaushalt rund eine halbe Million Euro Personalkosten erspart. „Dieses Ergebnis und das darin enthaltene Lob hat uns stolz gemacht,“ berichtete Helfrich über die Empfindungen seiner Kolleginnen und Kollegen.

Auch wegen dieser Einsparungen belaste Gründau seine Familien nachweislich unter den untersuchten Gemeinden am geringsten. Während die vom Landesrechnungshof konzipierte Modellfamilie in Gründau jährlich 1239 € zahle, kosten die gleichen Leistungen im Durchschnitt dieser Gemeinden das Doppelte.

Helfrich verwies bei dieser Gelegenheit auf die finanziellen Nöte vieler anderer Gemeinden, auch aus der Nachbarschaft. Diese stellten sich jetzt unter den sogenannten Schutzschirm des Landes Hessen, um ihre hohen Schulden zum Teil dort abzuladen. Die Folge seien neben der Teil-Entschuldung aber auch drastische Steuer- und Gebührenerhöhungen in diesen Gemeinden. Von derartigen Notständen sei Gründau, auch dank geringer Personalkosten, weit entfernt.

Trotzdem macht Helfrich in diesem Schutzschirm ein besonderes Ärgernis auch für Gründau aus. Denn die Kosten der Notstandsmaßnahme des Landes für die überschuldeten Gemeinden würden aus dem Kommunalen Finanzausgleich beglichen und gingen deshalb zu Lasten aller Gemeinden, also auch derjenigen , die in der Vergangenheit vernünftig gewirtschaftet haben. Dieser Wermutstropfen schmerze ähnlich wie die Hilfen Deutschlands für die Staaten im Süden Europas, die lange Zeit auf Pump Wohltaten für ihre Bürger verteilten.